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Fake Food. Essen zwischen Schein und Sein - verlängert bis 7. April 2024!

Von der Petrischale auf den Tisch: Wie echt ist unser Essen? Und war es früher besser? Während im 18. Jahrhundert der edle Spargel aus Porzellan täuschend echt nachgebildet wurde, sind die heutigen Methoden, Essen zu faken , vielfältiger und raffinierter: Erdbeergeschmack entsteht durch Schimmelpilzkulturen, Superfood kommt aus der Tube, und die Bio-Kartoffel wird mit großem CO2-Fußabdruck aus Ägypten importiert.

Fake Food. Essen zwischen Schein und Sein ist eine interaktive Ausstellung im Alten Rathaus in Bamberg, die Fragen der Echtheit, der Nachhaltigkeit und der kulturellen Prägung unserer Ernährung verhandelt. Präsentiert werden Installationen, Videos und Hörstationen sowie Porzellan und barocke Fayencen aus der Sammlung Ludwig.

Im Zentrum steht eine aufwändige Virtual Reality-Anwendung: Die Gäste werden an eine prachtvoll dekorierte Festtafel versetzt, wie sie im Barock-Zeitalter üblich war. Beim interaktiven Tischgespräch können hier verschiedene Themen aus dem Ausstellungskontext aufgegriffen werden. Ohne VR-Brille entpuppt sich der Esstisch als zeitgenössisch: Besucher innen können im Teller Videos sehen und Bilder des eigenen Gerichts nicht mehr nur mit dem Gegenüber, sondern über das Smartphone auch mit einer großen Community teilen. Die Social-Media-Plattform der Ausstellung lädt zum Weiterdenken ein und informiert über kulturelle Zusammenhänge und Fake News zum Thema Ernährung.

50 sogenannte „Schaugerichte“ aus dem Bestand der Sammlung Ludwig Bamberg sind in dieser Ausstellung zu sehen, viele davon werden erstmals öffentlich gezeigt. Die aufwändig gestalteten und lebensecht wirkenden Porzellanstücke und Fayencen aus dem 18. Jahrhundert stellen Nahrungsmittel dar: damals seltene, exotische Oliven, appetitlich angerichtete Salatherzen mit Borretschblüten oder eine Terrine, die als imposanter Truthahn aus der Straßburger Manufaktur von Paul Hannong daherkommt.

So nachhaltig wie die fast 300 Jahre alten Exponate sind wenige Lebensmittel. Ob ein handelsüblicher Hamburger die Ausstellungsdauer übersteht, wird in einer Vitrine vom Tag der Eröffnung an zu beobachten sein. Die Herkunftsorte und Lieferwege von unseren Lebensmitteln sind auf einer Karte nachzuvollziehen. Auch religiöse Speisevorschriften und deren heutige Umsetzung gehören zu den Themen, die „Fake Food. Essen zwischen Schein und Sein“ illustriert.

Ein inklusives und methodisch abwechslungsreiches Bildungsprogramm ergänzt die vielseitige und anregende Ausstellung. Es gibt Führungen zu verschiedenen Themenbereichen und in verschiedenen Sprachen sowie eine Food Challenge für Schülerinnen und Schüler.

Gefördert durch: Peter und Irene Ludwig Stiftung, Bayerische Sparkassenstiftung, Oberfrankenstiftung, Sparkassenstiftung Bamberg


Sammlung Ludwig Bamberg
Altes Rathaus, Obere Brücke 1 | 96047 Bamberg

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag & feiertags 10–18 Uhr
ab 28. November 2023 10-16.30 Uhr



Veranstalter: Museen der Stadt Bamberg (Museen der Stadt Bamberg)

Kontakt: museum@stadt.bamberg.de, Tel.: 0951 87 1142 (Verwaltung)

Karten: www.museum.bamberg.de, Tel.: 0951 87 1871 (Kasse)

28.04.23 - 07.04.24

Altes Rathaus – Sammlung Ludwig Bamberg

museum@stadt.bamberg.de, Tel.: 0951 87 1142 (Verwaltung)

Öffnungszeiten:

Montag:
geschlossen
Dienstag:
10:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch:
10:00 - 18:00 Uhr
Donnerstag:
10:00 - 18:00 Uhr
Freitag:
10:00 - 18:00 Uhr
Samstag:
10:00 - 18:00 Uhr
Sonntag:
10:00 - 18:00 Uhr
Bemerkung:
Di-So und feiertags 10-18 Uhr ab 28. November 2023 10-16.30 Uhr

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